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Die Kirchen der Pfarrei Laineck

Geschichte der Pfarrei

Im Jahre 1938 gehörten zum Sprengel der kath. Pfarrei Bayreuth neben der Stadt mit der Pfarrkirche Unsere Liebe Frau rund 200 Ortschaften, Dörfer, Flecken und Weiler. Die Seelenzahl betrug rund 6000 Katholiken, bis auf wenige Einzelfamilien lebten die meisten in der Stadt.

Um 1950 wurden der Pfarrei Unsere Liebe Frau in Bayreuth rund 15000 Katholiken zugerechnet, wovon mehr als 3000 im Umland lebten. Diese sprunghafte Veränderung war durch den Zuzug vieler Heimatvertriebener bedingt. Für das Wachsen und Werden der sich seit damals bildenden neuen kath. Gemeinden im nächsten Umland der alten Markgrafenstadt wurde dies bald von besonderer Bedeutung. Doch die Gesamtentwicklung war im Erzbistum Bamberg ähnlich verlaufen: Die Seelsorgestruktur vor dem Krieg war aufgebaut auf rund 550000 Katholiken, wobei in den großen Diasporaflächengebieten im Norden - wie übrigens auch im Süden - nur in den Städten Pfarreien vorhanden waren. Um 1950 lebten im Erzbistum mehr als 750000 Katholiken, davon wiederum viele Tausende in Landstrichen, in denen vor dem Kriege nur vereinzelt kath. Christen ansässig waren.

Vor diesem Hintergrund müssen die Entwicklung der kath. Seelsorge und der Bau der Gotteshäuser in der Pfarrei Laineck gesehen werden. Deren Entwicklung ist ein kleiner Ausschnitt aus der Gesamtentwicklung im Erzbistum, aber ein in sich selbständiger lebenerfüllter Seelsorgeorganismus. Denn die Pfarrei ist der kleinste „Teilverband zum ordentlichen Vollzug der Heilssendung, die Christus seiner Kirche aufgetragen hat". Viele Jahre aber war dieser „kleinste Teilverband" im Bayreuther Land die große Pfarrei Unsere Liebe Frau mit ihrer Pfarrkirche, der Schloßkirche.

Mit der Errichtung einer Seelsorgestelle für die Heimatvertriebenen (1. Oktober 1946 Kaplan Georg Teschner) begann der Ausbau der Seelsorge. Die Errichtung einer ersten Notkirche „Maria, Hilfe der Christen" 1949 in Mistelgau außerhalb der Stadt und die Notkirche Heilig Kreuz in Bayreuth waren dafür sichtbare Zeichen. Die Gliederung des ausgeuferten Seelsorgesprengels der Pfarrei Unsere Liebe Frau innerhalb und außerhalb der Stadt wurde immer drängender, weil eine geordnete Seelsorge nur im Abhalten von Gottesdiensten in den dankenswerterweise zur Verfügung gestellten evang. Gotteshäusern, ih Gaststätten oder Privathäusern sich nicht entfalten konnte.

Mit dem Bau der damaligen Filialkirche St. Hedwig im Jahr 1959 in einem von Heimatvertriebenen besiedelten neuen Stadtteil Bayreuths durch Pfarrer Georg Schley begann die Neuordnung der kath. Seelsorge. Sowohl innerhalb wie außerhalb der Stadt wurden bald zusammenhängende und überschaubare Sprengel gebildet. So konnten die fünf Tochtergemeinden von Unserer Lieben Frau, nämlich St. Hedwig, Heilig Kreuz und Heilig Geist innerhalb und St. Johannes Nepomuk in Laineck, St. Franziskus in Eckersdorf außerhalb der Stadt entstehen. Eine erstaunliche und große Aufbauleistung innerhalb weniger Jahre im Bayreuther Land, die sich aber flächendeckend um alle großen, seit dem 19. Jahrhundert entstandenen städtischen Diasporagemeinden - etwa in und um Coburg, Kulmbach, Hof, aber auch Fürth, Ansbach u. a. - in gleicher Weise vollzogen hat.

Ein erster Kristallisationspunkt im Sprengel der heutigen Pfarrei war seit 1947 die Seelsorgestation in Goldkronach, das damals noch zum Sprengel von Bad Berneck gehörte. Hier lebte als Flüchtlingspriester Pater Petrus Pollack O. Teut. Von hier aus betreute er die Katholiken im damaligen Lager Bindlach, Goldkronach, Harsdorf, aber auch in Himmelkron. Mit der Errichtung eines Seelsorgerhauses 1957, in dem auch eine kleine Kapelle untergebracht war, erfolgte unter dem neuen Bayreuther Pfarrer Georg Schley eine erste Akzentsetzung für den künftigen Sprengel der Pfarrei Laineck. Ihr Sprengel wurde aus den östlich von Bayreuth gelegenen Orten gebildet, nämlich den heutigen Stadtteilen Laineck, St. Johannis und Seulbitz sowie den Gemeinden Bindlach, Goldkronach und Harsdorf und auch Teilen der Gemeinde Weidenberg.

Seit dem Jahr 2006 ist die Gemeinde St. Johannes Nepomuk im Pfarreienverbund mit der Pfarrei Heilig Geist (Bayreuth).